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Volleyball (D1): Ein Trainingsspiel mal ganz anders

20180823 VB D1 vs HDHS USA mini

Team Damen 1 und Team Hiwassee Dam High School Varsity 2018

Dülmen (mpm). Ende August stand Mal ein Ausflug der anderen Art für die erste Damenmannschaft des TV auf dem Programm. Es ging auf große Fahrt mit dem Flieger über den großen Teich. Die (finale) Destination lautete das verschlafene Kaff Murphy in den Appalachian Mountains im äußersten Westen von North Carolina, um dort kurzzeitig, d.h. für zehn Tage, in die lokale Kultur der Rednecks und Hillbillies abzutauchen.

Der physische Trip an sich war für die Reiseunerfahrenen extrem spannend – zwar geführt und vorbereitet, dennoch mussten einige formale Handlungen eigenständig durchgeführt werden. Diese gestalteten sich in deutscher Sprachumgebung als problemlos, stellten sich aber auf amerikanischem Grund besonders in der Konversation gefärbt mit einem dominanten Südstaatenakzent als Herausforderung dar. Die Damen lösten dieses Problem im Handumdrehen durch ein wenig deutsch strukturierte Vorbereitung (mit gegenseitigem Abfragen im Flugzeug zwei Stunden vor der Landung) und dem Einsatz von jugendlich damenhaftem Charme angesichts der Mitarbeiter der Amerikanischen Einwanderungsbehörde. Gut gemacht, Hannah!

Alsbald war die Truppe angekommen, betrat erstmals amerikanischen Boden und bekam zunächst die volle Breitseite des Klimas zu spüren. Bei knapp 35°C in Atlanta und 98% Luftfeuchtigkeit verschlägt es einem schon einmal den Atem. Dann galt es noch eben die Leihwagen abzuholen per Shuttle-Transfer von 20 min auf dem Flughafengelände des Atlanta Airports zur Rental Car City. Nach Besatz dreier standesgemäßer SUVs wurde sich durch den Freitagabendverkehr in Downtown Atlanta auf dem Interstate 75 gequält, um anschließend noch zwei weitere Stunden über Land in die Berge zu fahren.

Die Unterbringung war privat in einem kleinen Hexenhäuschen im Wald gelegen, einfach und aufgrund der Gruppengröße kompromissreich, denn im direkten Vergleich verlor natürlich die schlafsackbesetzte Schlafstatt auf der Couch im Eingangsbereich gegen das Kingsize Himmelbett im Elternschlafzimmer. Die Gruppe war mit ausgestatteter Küche und Kühlschrank auf komplette Eigenversorgung gestellt. Entschädigend auf ganzer Linie war sicherlich der Pool am Haus, der jederzeit zwischenzeitlich für eine willkommene Abkühlung sorgte. Als besonders liebevolle Geste hatte die Bibelgruppe des Hausbesitzers in Raleigh, NC jedem deutschen Gast ein Willkommenspaket aus neuen Bade- und Handtüchern bereitet garniert mit einem herzlichen Willkommensgruß.

Zu den Highlights während des Aufenthalts zählt sicherlich das Ocoee Whitewater Rafting – hier wurden zu den Olympischen Spielen 1988 in Atlanta die Wettkämpfe im Wildwasserkajak ausgetragen. Professionell mit Helm und Schwimmweste ausgestattet meisterten Kleingruppen im Schlauchboot mit Führer die Stromschnellen und versuchten nicht zu kentern. Bei sommerlich heißen Temperaturen produzierte die ein oder andere Welle die willkommenen Dusche, während einige wenige Teilnehmer zugegeben unfreiwillig über Bord gingen, um in den Fluten die total Abkühlung zu erfahren.

Weiterhin klappte der Besuch eines klassischen Rodeos – eigentlich eher untypisch für die Gegend der Appalachen ist diese Veranstaltung eher im mittelern Westen zu finden. Präsentiert wurde das gesamte Repertoire eines Cowboys, wie das Einreiten bockender Pferde und Bullen, das Einfangen von Kälber mit dem Lasso allein oder zu zweit oder das Barrelracing garniert mit besonderen Attraktionen für die Zuschauer: Besonders unterhaltsam war es als eine immense Schar an Kleinkindern in der Altersklasse von acht bis zehn standesgemäß als Cowboys kostümiert durch den tiefen Acker pflügten, um eine Schleife vom Schweif des Kalbes einzufangen. Insgesamt Unterhaltung pur mit einem tiefen Einblick in eine ureigene Tradition der US-amerikanischen Kultur.

Der zweite Nachtrag zur amerikanischen Verfassung, das Recht auf Waffenbesitz, ist eine dem normalen Europäer fremde Sitte. Die Reisegruppe bekam die Gelegenheit dies am eigenen Leib im Rahmen eines morgentlich geführten Besuches des Schießstandes des Nantahala Gun Clubs zu erfahren. Ausprobiert wurden single-action bis hin zu halbautomatischen Kleinkalibergewehren, Handfeuerwaffen, Pump-Guns und die Winchester zur Großwildjagdt. Auch wenn sich niemand als Freund des Schusswaffengebrauches herausstellte, so war es eine besondere Gelegenheit, solche Waffen in der Hand zu halten und deren Umgang aus nächster Nähe zu erfahren. Neben dem ohrenbetäubenden Knall hat zudem der Schalldruck der sich entladenden Munition einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nach dem Schusswechsel gab es ein typisch amerikanisches Picknick der ausrichtenden Familie in ihrer Waldbehausung mit Hot Dogs und Hamburgern – homemade from deer – mit hausgemachtem Wildbret.

Die ländliche Gegend um Murphy ist sehr christlich geprägt, das Baptistentum grassiert dort in mannigfachen Varianten. Natürlich folgten wir der Einladung der Temple Baptist Church am Highway 64 am Sonntagmorgen. So wurde sich angehübscht und herausgeputzt sowie der Messe beigewohnt. Der Pastor war im Vorfeld vom deutschen Besuch informiert worden und hatte seinen Vortrag sehr persönlich adressiert. Seine 30 minütige Predigt in englischer Sprache kratze schon ein wenig an der Aufmerksamkeit einzelner, welche immer wieder durch die persönliche Ansprache eingefangen wurden. Herausstechend war zudem die persönliche Verabschiedung mit Handschlag und lieben Worten nur übertroffen durch das Präsent der Gemeinde, welche jeder der jungen Damen eine Baccarat-Rose zum Abschied überreichte.

Der sportliche Aspekt sollte auch nicht zu kurz kommen, denn die TV Damen durften im „the Eagles Nest“, der neuen Sporthalle der Hiwassee Dam Highschool an drei Terminen trainieren, um zum Abschluss als sportliches Highlight ein Freundschaftsspiel gegen die Varsity Schulmannschaft auszutragen. Auch wenn die heimische Truppe im Vorfeld als bestes Team seit Jahren angepriesen wurde, so gestaltete sich das Aufeinandertreffen schon als einseitig, denn die Erfahrung auf deutscher Seite ließ keinen Zweifel daran, dass alle drei Sätze ungefährdet an das Team aus Dülmen gehen würde. Und so kam es auch.

Diese Reise ist insgesamt ein Highlight, von dem noch lange gezehrt werden wird. Nicht möglich wäre das gesamte Unterfangen ohne den Einsatz der Gastfamilie vor Ort gewesen, die viele Aktivitäten organisiert und unterstützt hat, sowie auf der kulinarischen Seite den deutschen Besuchern die Südstaaten-Küche mannigfach nähergebracht hat. Dabei ist das Kochen für vierzehn ausgehungerte Besucher ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Besonders unvergessen waren zudem die Besuche am Stausee, dem Hiwassee Dam, um in den kühlen Fluten zu schwimmen oder mit dem Boot zu flanieren. Die Anreise geschah klassisch auf der Ladefläche des familieneigenen Ford F1500 Pickups, der mit zwölf Insassen im hinteren Teil platzmäßig schon an seine Grenzen stieß.

Ein paar Insider für die Mitgereisten:

  • What’s your final destination?“, „I play Volleyball
  • Copperhead am Pool
  • Motivations-Nutella in der Plastikverpackung
  • Regel Nr. 1
  • Serenade zu Bon-Jovi
  • Peach-Moonshine
  • Nie wieder Taco Bell
  • 40 min für Tallulah Falls
  • Das ist Tierquälerei
  • Das M4 Sturmgewehr
  • Cornhole
  • Ich kann Sie nicht einchecken, mein Computer kann nur junge Dinger.“
  • Ich kann immer WLAN
  • Morgens sind die Nudeln weg.
  • You do not speak good English, but you are cute
  • Wenn das Bier alle ist, geht’s halt mit Wein-Pong weiter.
  • Im roten Party-SUV sitzt man in der Mitte am besten.
  • 6474

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Der Fuchsbau...

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